Weisheitszähne

Weisheitszähne sind ein Relikt aus der Steinzeit als wir Menschen noch andere Nahrung zu uns nahmen und deshalb ein weitaus größeres Gebiss hatten. Doch für viele ist der Kiefer jetzt zu klein für „die Weisheit“. Aus diesem Grund kann man die oftmals störenden Zähne entfernen, wenn sie Probleme bereiten.

Was sind Weisheitszähne?

Die Weisheitszähne sind die dritten und letzten Backenzähne, die in jedem Quadranten angelegt sind. Doch während sie bei manchen im Jugend- oder Erwachsenenalter das Zahnfleisch durchbrechen, bleiben diese bei anderen ein Leben lang im Kiefer verborgen.

Wann sollten Weisheitszähne entfernt werden?

Wenn sich ein „Extra-Zahn“ normal entwickelt, also kein Loch im Zahn ist und er über ausreichend Platz im Kiefer verfügt, kann jeder Weisheitszahn erhalten bleiben.

Im Gegensatz dazu kann aber ein schiefstehender Weisheitszahn andere Zähne bedrängen und dadurch den Biss stören. Infolgedessen kommt es zu einer übermäßigen Abnutzung gesunder Zahnsubstanz und Beschwerden beim Kauen. Auch Zahnschmerzen durch die Kompression angrenzender Nerven sind nicht selten bei Engstand im Kiefern.

Zudem ist das Kariesrisiko bei einem Weisheitszahn enorm, da sich dieser Bereich nur schwer reinigen lässt und Bakterien leichter Zahnfleisch und Zahnwurzel schädigen können.

Wenn Sie daher wiederholt an Infektionen im hinteren Mundbereich leiden, der Weisheitszahn Schmerzen bereitet oder Kiefergelenksprobleme auftauchen, sollten Sie einen Zahnarzt aufsuchen. Dieser kann mittels Röntgen beurteilen, ob ein Weisheitszahn die Probleme verursacht oder andere Gründe dahinter stecken.

Wie läuft eine Weisheitszahn-OP ab?

Die Lage des Weisheitszahnes entscheidet über die Art der Zahnextraktion. Denn teilweise oder vollständig herausgewachsene Zähne lassen sich einfach ziehen. Verborgen oder schräg gewachsene Zähne hingegen müssen erst freigelegt und dann entfernt werden.

Hierzu ist es möglich, dass Sie eine lokale Betäubung oder eine Vollnarkose erhalten. In der Regel dauert die Zahnextraktion zwischen 20 und 60 Minuten. Die offene Wunde wird am Schluss mit Fäden verschlossen, damit Blutungs- und Infektionsrisiko sinken.

Auch unsere Kieferorthopädische Fachpraxis von Dipl.-Med. Michael Müller und Kollegen führt Weisheitszahn-OPs durch. Dazu vereinbaren wir gerne mit Ihnen einen Termin.